Aktuelles
25.09.2026
Ortsvorstand der FREIEN WÄHLER Geretsried fordert mehr Fingerspitzengefühl auf dem Waldfriedhof
Mit Unverständnis reagieren die drei Vorsitzenden der FREIEN WÄHLER Geretsried auf die Entscheidung der Stadt, private Sitzbänke auf dem Waldfriedhof entfernen zu lassen (Aufforderung im Isar-Kurier am 24.09.26, Bericht im ILB am 25.09.26). Gerade für trauernde Angehörige seien die kleinen Bänke oft weit mehr als einfache Sitzgelegenheiten – sie seien Orte der Erinnerung, des Innehaltens und des persönlichen Abschieds.
Der Ortsvorstand spricht sich ausdrücklich dafür aus, das angekündigte Gesamtkonzept für den Waldfriedhof zügig zu entwickeln und einheitliche, würdige Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Bis dieses Konzept umgesetzt und Ersatzbänke aufgestellt sind, sollten die bestehenden privaten Bänke jedoch stehen bleiben.
„Niemand stellt sich dort aus Bequemlichkeit eine Bank auf. Hinter jeder dieser Sitzgelegenheiten steht ein persönliches Schicksal. Viele Menschen verbringen dort Zeit bei ihren verstorbenen Angehörigen, sprechen mit ihnen oder finden einfach einen Moment der Ruhe. Dafür muss die Stadt Verständnis zeigen“, erklärt der Ortsvorsitzende der FREIEN WÄHLER Geretsried, Felix Leipold.
Leipold kritisiert die Entscheidung der Stadt deutlich: „Geretsried hat derzeit zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen. Da fällt es vielen Menschen schwer nachzuvollziehen, warum ausgerechnet die privaten Bänke auf dem Waldfriedhof zur Priorität werden. Bis ein Gesamtkonzept vorliegt und Ersatz geschaffen wurde, sollten die kleinen Bänke stehen bleiben.“
Die stellvertretende Ortsvorsitzende Sabrina Riedl appelliert an einen sensiblen Umgang mit dem Thema: „Ein Friedhof ist ein Ort der Trauer und des Erinnerns. Gerade dort sollten Entscheidungen mit Augenmaß getroffen werden. Bis eine vernünftige Lösung geschaffen ist, sollten die privaten Bänke als Zeichen des persönlichen Gedenkens erhalten bleiben.“
Auch der stellvertretende Ortsvorsitzende Thomas Reiser unterstützt diesen Vorschlag: „Ein Gesamtkonzept für den Waldfriedhof wird sehr sinnvoll sein. Umso wichtiger ist es, den Übergang menschlich zu gestalten. Solange noch keine neuen Sitzgelegenheiten vorhanden sind, sollte den Betroffenen ihre Möglichkeit zum Verweilen nicht genommen werden.“
Der Ortsvorstand der FREIEN WÄHLER Geretsried appelliert daher an die Stadtverwaltung, die Entfernung der privaten Bänke bis zur Umsetzung des angekündigten Konzepts auszusetzen und den Betroffenen bis dahin eine praktikable Übergangslösung zu ermöglichen.